Gemeinsam schreiben

Worum geht es?

Mit digitalen Medien lässt sich gut gemeinsam an Texten arbeiten. Wir versuchen hier sowohl einfache Werkzeuge vorzustellen als auch didaktische Ideen:

Ideen zum gemeinsamen Schreiben

Die Schülerinnen und Schülern entwickeln allein, zu zweit oder in Gruppen eine Kurzgeschichte, ausgehend von einer kurz beschriebenen Ausgangssituationen, z.B.
  1. Als ich heute morgen zur Schule kam, war ich der einzige auf dem Pausenplatz. Kein Mensch war zu sehen. "Hmm", dachte ich, "hab ich da etwas verpasst?"
  2. Ich war wieder einmal der letzte, der es bemerkte. Erst als alle in den Himmel starrten, schaute ich ebenfalls hoch und sah es zum ersten Mal. Es war der Moment, nachdem nichts mehr so war wie zuvor!
  3. Wie üblich las ich am Morgen die Tageszeitung. Als ich zur Seite 5 kam, erschrak ich: bei den Todesanzeigen stand mein Name, d.h. nicht nur mein Name, sondern mein Vorname, Name, mein Geburtsdatum und Wohnort – und mein Sterbedatum. Und dann kam meine Freundin in die Küche und begrüsste mich mit keinem Wort…
  4. Zuerst dachte ich, dass mein Internetzugang heute einfach klemmt, dann aber hörte ich von immer mehr Leuten, dass sie nicht mehr aufs Internet kommen, bis klar wurde: Das Internet wurde weltweit abgeschafft. Kein Google, kein Facebook, kein E-Mail, kein WhatsApp, YouTube, Netflix, Instagram usw. mehr…
  5. Erst als ich im Stacheldraht lag und mich nicht mehr bewegen konnte, gab ich auf.
  6. Oder eine/r der Gruppe entwickelt selbst kurz eine eigene Ausgangssituation.
Diese Idee eignet sich auch für das kollaborative Schreiben (in Gruppen), ist aber etwas anspruchsvoller. Es gilt: Je jünger die Schüler/innen sind, umso besser sind kleine Gruppen (zu zweit oder zu dritt). Die Lehrperson könnte den Mitgliedern einer Gruppe versch. Rollen zuteilen:
  1. Haupterzähler: Er definiert die Eckpunkte der Geschichte, schaut, dass eine stimmige Geschichte entsteht. Er schreibt stichwortartig den Verlauf der Geschichte auf.
  2. Formulierer: Er formuliert aus den groben Stichworten Sätze.
  3. Ausschmücker: Er versucht, den Text noch spannender zu machen, indem er nach passenden Adjektiven, prägnanten Verben und Nomen sucht und bestehende Begriffe damit ersetzt.
  4. Korrektor: Er korrigiert den Text laufend formal, d.h. aufgrund der deutschen Rechtschreibung (inkl. Interpunktion).
  5. Kommentator: Er liest den Text laufend kritisch und schreibt nur Kommentare, z.B. wenn er etwas nicht versteht, unzusammenhängende Teile entdeckt, usw.
Eine andere ist, eine Kurzgeschichte zu entwickeln (im Umfang von ca. einer Seite), in denen folgende drei Themen (oder drei Begriffe) vorkommen:
  • Liebe, Bauernhof, Pensionierung
  • Gesundheit, Auto, China

Etherpad

Online login und ohne viel Firlefanz mit bis zu 15 Personen gemeinsam an einem Text arbeiten:

Google Docs

Wenn mindestens die Lehrperson einen Google-Account besitzt: https://docs.google.com/  
Wichtig ist, dass die Lehrperson das neu erstellte Google Dokument für ihre Schülerinnen und Schüler zum Bearbeiten freigibt.

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Weitere Umgebungen zum gemeinsamen Schreiben

  • Fuel (englisch für Brennstoff) ist ein Online-Social-Writing-Netzwerk. Es lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, in Geschichten einzutauchen und diese durch die Augen einer anderen Figur zu erleben und mitzugestalten. Derzeit kostenlos verfügbar.
  • myMoment ist eine Plattform für Schreib- und Leseförderung im Netz. Die interaktive Webplattform für die Primarschule bietet Lehrpersonen die Möglichkeit, praxisorientierte Ideen für den Einsatz und den Einbezug digitaler Medien im Sprachunterricht umzusetzen. Weitere Hinweise und Tutorials sind auf der Website von imedias zu finden.

Wikis

Diese Website wird in einem Wiki aufgebaut. Wikis haben den Vorteil, dass Inhalte relativ einfach erstellt und überarbeitet werden können. Insbesondere können auch Strukturen nach Bedarf aufgebaut und geändert werden. Wer sich mehr dafür interessiert, findet im Buch Der Wiki-Weg des Lernens weitere Informationen. Das Buch gibt es kostenlos online und zum Download unter http://www.wikiway.ch

Es ist allerdings heute nicht ganz einfach, auf die Schnelle ein Wiki aufzusetzen. Entweder man hat ein Unternehmen / eine(n) IT-Verantwortliche(n), die/der das übernehmen kann oder man beauftragt einen Provider, ein Wiki aufzusetzen.

Webbasiertes Sprachlabor

Vorbemerkung: Es kann auch sprechend geschrieben werden! Beispiel

Ein webbasiertes Sprachlabor ist mit Vorteil ein smartphone-optimierter Blog, in welchem (auch zusammen) geschrieben, übersetzt und aufgenommen werden kann. Tipp: im Vivaldi Browser kann links eine Navigationsspalte zu den wesentlichen Diensten (z.B. DeepL) übersichtlich eingerichtet werden.

PHSZ Logo

Dies ist ein von der Pädagogischen Hochschule Schwyz initiiertes Wiki und vereint Inhalte verschiedener Pädagogischer Hochschulen. Mitarbeit erwünscht. mehr...

Hinweis: Bitte fangen Sie nicht selbst auch noch eine Linksammlung oder ein Forum zum Thema an, es gibt bereits (zu) viele. Das macht es für Ratsuchende nur noch schwieriger, weil dann eine Linksammlung auf die andere verweist. Es ist auch eine Ressourcenverschwendung, wenn alle anfangen, eigene Listen und Foren mit Inhalten zu füllen. Versuchen Sie stattdessen, bei einer bestehenden Sammlung mitzuarbeiten.

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